03. Mai 2012 von admin· Texte
Die Papierlose Zeitung 4/2012 ist erschienen, unter anderem mit folgenden Themen:
Unterdrückte Identitäten: So funktioniert «direkte Demokratie» in der Türkei
Als Sans-Papier auf dem Bau: Widerstand ist notwendig
Die Autonome Schule heute: Neuigkeiten aus der Schule und kritische Fragen
Die Papierlose Zeitung 4/2012 als pdf
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03. Mai 2012 von admin· Texte
Heiratsverbot für Sans-Papiers: ein Bericht über eine Eheschliessung unter dem verschärften Asyl- und Ausländergesetz. Von Hassan Aras
Wie auf Nadeln sassen wir im Januar 2010 in einem trostlosen Büro des Zivilstandsamts Zürich und reichten unsere Dokumente ein, die nötig waren für das Ehevorbereitungsverfahren. Der Beamte machte eine hässliche Fratze, als wir ihm eröffneten, dass ich über keine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz verfüge.
Wir waren schon vorgewarnt worden, dass das Zivilstandsamt Zürich Kuschelkurs eingeschlagen hatte mit der Hetzkampagne der SVP, der sich mittlerweile auch alle anderen bürgerlichen Parteien anschlossen. Der Beamte verletzte die Schweigepflicht, kontaktierte das Migrationsamt in Bern und schickte meine Identitätskarte in das Urkundenlabor der Kantonspolizei Zürich. [Mehr lesen →]
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03. Mai 2012 von admin· Texte
Von Barack Opiumullah Flüchtlingstan
Alex wurde als drittes von sieben Kindern im Kongo geboren. Sein ältester Bruder wurde im Bürgerkrieg getötet und der zweitälteste starb in einer Goldmine. Alex entschied sich, seine Un-Heimat zu verlassen. Es war nicht sein Wunsch geboren zu sein, und seine Mutter, die er über alles liebt, hat ihm dazu geraten, eine friedliche Heimat auf der Erde zu suchen. Sie hatte Schuldgefühle, weil sie ihn hier auf die Welt gebracht hatte. Er hat sich in Katanga nie zu Hause gefühlt, immer diese Schiessereien, Geschreie, Explosionen und Ängste. [Mehr lesen →]
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03. Mai 2012 von admin· Texte
Die Papierlose Zeitung ist ein Projekt der Autonomen Schule Zürich und der Bleiberecht-Bewegung. Mit der Zeitung wollen wir eine Gegenöffentlichkeit für migrantische Themen schaffen und so einen Kontrapunkt zur Berichterstattung in den bürgerlichen Medien setzen. [Mehr lesen →]
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03. Mai 2012 von admin· Texte
Seit Februar 2010 entwickelt in Zürich eine Gruppe – zunächst unter dem Titel «Atelier», nun als Antikulti Atelier – gemeinsam gestalterisch-politische Projekte. Bei den wöchentlichen Treffen in institutionellen und autonomen Räumen in Zürich werden neue Ideen diskutiert, Entscheidungen getroffen– und es wird gearbeitet: zum Beispiel an einem Schattenspiel, an alternativen Stadtplänen oder am Bleibeführer. Der Fokus der Projekte liegt auf dem Kampf für die Rechte aller Menschen, die hier sind.
A: Was ist das Thema dieses Gesprächs?
B: Das Thema ist «Flüchtlinge als Stoff für Kunstprojekte».
C: Was genau bedeutet das?
B: Stoff ist das Material, aus dem du etwas machst. Die Frage geht dann in die Richtung, ob wir Flüchtlinge Material sind und ein_e Künstler_ in kommen kann, um aus dem Material Kunst zu machen. [Mehr lesen →]
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03. Mai 2012 von admin· Texte
Ich vermisse die Heimat
Im Winter kochen wir
Um zusammen zu essen
Binjam [Mehr lesen →]
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03. Mai 2012 von admin· Texte
Von Penaber Nenas
Radiomoderator (rm): Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, heute wollen wir zum Thema Klimaflüchtlinge ein Beispiel geben. Wir sprechen mit einem Asylbewerber aus der Schweiz. [Mehr lesen →]
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03. Mai 2012 von admin· Texte
Von Nareeman Shawkat
Alle arbeiten um zu leben, und leben nicht um zu arbeiten … In der Arbeit gibt es Rechte und Pflichten, aber welche sind grösser: die Rechte oder die Pflichten? Schaut der Arbeitgeber zuerst auf die Rechte oder auf die Pflichten? [Mehr lesen →]
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03. Mai 2012 von admin· Texte
Zum Projekt WG Babylon I + II

Aus der Aufführung von WG Babylon II im Theaterhaus Gessnerallee, Zürich, am 22. und 23. März 2012 Foto: Gäelle Ny
Acht Theaterpädagogikstudent_innen, drei Dramaturgiestudent_ innen und zehn Schüler_innen der Autonomen Schule Zürich begaben sich letzten Herbst zusammen auf eine mehrteilige Suche nach unterschiedlichen Lebensrealitäten und Formen des Zusammenlebens. Das Ergebnis, WG Babylon I, wurde nach sieben Wochen auf einer speziellen Bühne gezeigt: Einem Turm aus Holz, gebaut von Architekturstudent_innen der ETH Zürich, unter freiem Himmel auf dem Hönggerberg. Auf Einladung des Theaterhauses Gessnerallee hat die Gruppe entschlossen, WG Babylon I zu überarbeiten. Während der zweiten fünfwöchigen Probephase stellte sich heraus, dass der Turm mangels Baubewilligung nicht an der Gessnerallee aufgestellt werden konnte. Also zog die WG um, in die unbeheizte Werkstatt des Theaters, wo sie der Realität einen Schritt näher kam: Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche wurden eingerichtet, wo der Turm hätte stehen sollen war nun die Realität – WG Babylon II. [Mehr lesen →]
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30. April 2012 von admin· Texte
Es ist paradox: Aber ich bin dankbar für den Rassismus in der Schweiz. Denn er hat mir erklärt, was für eine Verletzung Rassismus ist. Von Tîgrana Farqîn
Es war in der Nacht vor Silvester. Ich war mit einem Freund auf dem Weg zum Limmatplatz. Nach der Langstrasse-Unterführung versperrten uns drei Männer den Weg und fragten uns nach einer Zigarette. Wir sagten, dass wir keine hätten. Sie versuchten uns zu beklauen. Wir versuchten wegzulaufen, doch sie liessen uns nicht. Schliesslich schlugen sie uns. Durch die Fusstritte wurde ich bewusstlos und erwachte erst auf der Notfallstation wieder. [Mehr lesen →]
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