07. Februar 2011 von admin· Texte
Benjamin Jafari. Die Schweiz ist ein Land, in dem verschiedene Kulturen und Nationalitäten zusammentreffen. Trotzdem werden MigrantInnen auf Grund der Regierungspolitik im Alltasleben diskriminiert und benachteiligt.
Rassistische und antidemokratische Gesetze sind ein falsches Spiel, das die inländischen und migrantischen ArbeiterInnen gegeneinander aufzuhetzen beabsichtigt.
Diesen Trug kennen wir, wir lassen uns nicht manipulieren!
Der schweizerische Staat muss endlich akzeptieren, dass die MigrantInnen, die seit Jahren ihr Leben in diesem Land verbringen, zur politischen und kulturellen Vielfalt dieses Landes beitragen.
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07. Februar 2011 von admin· Texte
Raphael Jakob. Seit genau einem Jahr beurteilt die vom Kanton Zürich eingesetzte Härtefallkommission Gesuche. Die Bilanz ist ernüchternd.
Nach der Besetzung der Predigerkirche im Winter 2008/2009 liess der unter Druck geratene Regierungsrat Hans Hollenstein eine sogenannte unabhängige Kommission bilden, angeblich um die Entscheidungen des Migrationsamtes breiter abzustützen. Sowohl die Linke wie auch die Kirche und Hilfswerke haben dies begrüsst. Nach ersten Auswertungen steht fest, dass die Härtefallkommission nur jedes sechste der von ihr behandelten Gesuche zur Annahme empfiehlt. [Mehr lesen →]
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07. Februar 2011 von admin· Texte
Sarah Schilliger und David Soofali. Vom 26. Juni bis zum 2. Juli 2010 besetzten rund 250 AktivistInnen die Kleine Schanze nahe des Bundeshauses in Bern – ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Kriminalisierung von Sans-Papiers.
Während einer Woche war der sonst so beschauliche Park in Bern nicht wiederzuerkennen. Im Anschluss an die schweizweite Demonstration vom 26. Juni begaben sich etwa 250 AktivistInnen zur Kleinen Schanze. Innert kürzester Zeit entstand eine Zeltstadt samt Bar, Kiosk, Medienzentrum und sanitären Anlagen, umsäumt von zahlreichen Transparenten. Während einer Woche wurde die Kleine Schanze zu einem Ort der politischen Aktion und Diskussion unter zahlreichen Sans-Papiers – Menschen ohne Aufenthaltsbewilligung – und AktivistInnen mit geregeltem Aufenthaltsstatus. [Mehr lesen →]
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07. Februar 2011 von admin· Texte
BTC. Ich denke: Fondue essen. Sie denken: Deutsch sprechen. Ich denke: Strassenkarte lesen. Sie denken: die Gesetze verstehen. Ich denke: die Sprache lernen. Sie denken: Illegale brauchen keine Sprache. Ich denke: Sprache ist ein Mittel zur Integration. Sie denken: ich brauche die Sprache, um Drogen zu verkaufen. Ich denke: ich bin zu meinem Schutz hier. Sie denken: ich bin zum Klauen gekommen. Ich denke: ich bin ehrlich. Sie denken: ich lüge. Ich sage, ich bin der Sicherheit wegen hierher gekommen. Sie sagen, ich liebe ihr Geld. Ihre Botschaft sagt, in meinem Land sei es ruhig. Ich sage, das gilt nur für die Hauptstadt. Sie sagen, es gibt nun eine gute Regierung. Ich sage: ja, aber nur für die Botschafterinnen und Botschafter. Dann sagen sie, sie können mich nun ausschaffen in mein Land, wo es immer noch Folter und Menschenrechtsverletzungen gibt. Und dann, wenn der Präsident gestorben ist, sagen sie, dass es ein ganz schlimmer Präsident war…
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07. Februar 2011 von admin· Texte
Assenav. Protokoll eines Anrufs der Kantonspolizei.
dring dring dring
«Hallo?» «Kantonspolizei Zürich, Unsinn am Apparat. Spreche ich mit Frau Müller?»
Urg [Mehr lesen →]
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07. Februar 2011 von admin· Texte
Abgewiesene Asylsuchende in den Notunterkünften (NUKs) müssen im Kanton Zürich mit 8.50 Fr. pro Tag in Form von Migros-Gutscheinen auskommen. Bargeld bekommen sie nicht – und können somit auch kein Ticket für Tram oder Zug kaufen.
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07. Februar 2011 von admin· Texte
Bevor du über mein Leben urteilen kannst, zieh meine Schuhe an und lauf meinen Weg. Durchlauf die Strassen und die Welt die ich ging. Fühle die Tränen… Erlebe die Schmerzen… Erlebe die Jahre, die Monate, die Sekunden… Stolpere über die Steine über die ich stolperte. Und steh IMMER wieder auf und geh genau diese Strecke…
Benjamin Jafari
Erziehung kann niemals neutral sein. Entweder ist sie ein Instrument zur Befreiung des Menschen, oder sie ist ein Instrument seiner Domestizierung, seiner Abrichtung für die Unterdrückung.
Paulo Freire
Sehr geehrter Herr Bundesrat, die Sorge um das Recht auf Asyl ist unsere Sorge, nicht Ihre.
Max Frisch 1973 zu Bundesrat Furgler, der sich weigerte, Flüchtlinge aus Chile aufzunehmen.
Die Schweiz ist ein Land, in dem Sie grosse Freiheit geniessen können. Sie müssen aber Tourist sein.
Bertolt Brecht
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07. Februar 2011 von admin· Texte
Theatergruppe. Szene aus «Budget Schweiz», einer Theaterproduktion der Autonomen Schule Zürich zusammen mit KMUProduktionen.
Figuren: Asylsuchender, Beamter, Übersetzer
Übersetzer: Guten Tag!
Asylsuchender: Guten Tag.
Beamter: Was hat er gesagt?
Übersetzer: Guten Tag.
Beamter: Aha. «Guten Tag.» – Dann fragen Sie doch, wo die Person herkommt. [Mehr lesen →]
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07. Februar 2011 von admin· Texte
Anonym. Ein Flüchtling berichtet über die Situation in Afghanistan und die Gründe, weshalb er in die Schweiz gekommen ist.
Wenn es Probleme gibt, findet Vertreibung statt. Vertriebene Menschen, die um Asyl ersuchen, werden als Flüchtlinge bezeichnet. Die Regierungen teilen sie in verschiedene Gruppen auf, die Flüchtenden identifizieren sich jedoch als eine Gruppe.
Iraner, Nigerianer, Afghanen, Eriträer kommen in dieses Land, um Asyl zu beantragen: Was ist der Grund, dass diese Menschen ihr Land verlassen und hier einen Verbleib erzwingen wollen? Die Antwort lautet: «Sie kommen aus einem Land im Krieg».
Afghanistan ist ein Beispiel. Truppen aus verschiedenen Ländern nutzen Afghanistan als militärisches Experimentierfeld. Dieses Land hat 30 Jahre Krieg erlebt. Was jeweils der nächsten Generation vermacht wird, sind Kugeln und Waffen. Afghanische Bürger wollen aber Schulen, Gymnasien, Universitäten – und nicht Kriegstruppen. Dieser Zustand provoziert Bürgerkriege. [Mehr lesen →]
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07. Februar 2011 von admin· Texte
BTC. Vor 60 Jahren wurde die allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen unterzeichnet. Dazu gehörte auch das Recht auf freie Meinungsäusserung. in Äthiopien wurde dieses Recht jedoch von den Regimes, unter denen ich gelebt habe, systematisch ignoriert.
Während meiner Kindheit lebte ich unter einer Monarchie. In dieser Zeit gab es drei Tageszeitungen sowie mehrere Radiound Fernsehstationen. Der inhaltliche Fokus der Presse legitimierte immer die Meinung des Kaisers und seiner Interessengruppe. Es wurde weder über die Probleme in den ländlichen Gebieten berichtet, noch über die feudalistischen Strukturen der Produktion. Es fielen keine Worte über die Vertreibung der Pächter von ihren Ländereien und auch keine über die Auflehnung der Gruppen, die gegen das Regime kämpften. Man erfuhr nichts über die Bewegungen innerhalb des Militärs, die eine Änderung der Regierung wollten, und auch nichts über die Studenten an den Universitäten, die einen Prozess der Demokratisierung forderten. Wenn in Äthiopien Berichte von Journalisten auf dem Index der Staatszensur landeten, mussten die Verantwortlichen im Normalfall ihren Posten räumen. Nicht selten kam es zu mysteriösen Unfällen und anderen geheimnisvollen Todesursachen. [Mehr lesen →]
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